
Es gibt Menschen, mit denen hält man eigentlich nur Kontakt, weil es schon immer so war und es eigentlich keinen Grund gäbe, diesen Zustand zu ändern. Aber irgendwie passt es nicht mehr, wie eine alte Jeans, die eigentlich enorm zwickt, aber einfach zu teuer war, um sie wegzuwerfen. Leider versuchen wir viel zu oft, uns doch noch in sie reinzuzwängen, obwohl es uns Mühe kostet und nur ein Gefühl von Unbehagen hervorruft.
Leute kommen und gehen. Manche bleiben länger, andere streifen unser Leben nur kurz und verschwinden kurz darauf wieder in der Ferne. Doch ist es richtig und wichtig, dem nachzutrauern? Oder sollten wir uns darüber freuen, dass diese Erfahrung uns reicher gemacht hat an Wissen?
Statt mit dem Kopf gegen die Wand zu hämmern und krampfhaft zu versuchen, eine längst tote Beziehung zu einem Menschen wiederzubeleben, könnte man ja auch die getragenen Scheuklappen gegen ein Panoramaobjektiv eintauschen und merken, dass man den eigenen Blick auf das Falsche gelenkt hat und das Schöne viel zu lange Zeit außerhalb des Sichtfeldes lag.
Es ist wie im Supermarkt: eines Tages liegt die Lieblingsschokolade nicht mehr im Regal und da kommt die Jackpot-Frage ins Spiel:
a) Werfe ich mich heulend auf den Boden?
b) Spiele ich Saw I-VII mit der regalauffüllenden Teilzeitkraft nach? Oder
c) greife ich zu einer mir noch unbekannten Packung Tafel, die sich beim ersten Biss als meine absolute Leibspeise erweist?
Meine weibliche Intuition flüstert mir gerade zu, das die erste Variante weh tun könnte und die zweite zu viel Sauerei verursacht.
Ich bin ziemlich froh, mich meist für C entschieden zu haben. Denn in meinem Leben sind mir immer wieder aufs neue wahrlich wundervolle Menschen begegnet!….oder um es mit Forrest Gump zu sagen: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt.”
C!! C!! C!! :)
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