Samstag, 5. März 2011

INSOMNIA

Ich bin tagsüber müde, Leute. Nein gar nicht wahr, Müdigkeit ist gar kein Ausdruck mehr. Egal ob ich langsam und gemächlich die Straßen entlang krieche, mich auf Pseudo-Hipster-Partys im Takt des immer wiederkehrenden Beats auf- und abschüttle oder mir Koitus mental einen hinter die Binde klatsche – in jedem gottverdammten Moment meines Daseins könnte ich ohne Vorwarnung umkippen und schlafen. Einfach so. Adiós Muchachos. Und es gibt nichts Nervigeres, besonders weil ich merke wie mein Leben tagsüber an mir vorbeizieht, ohne mich gefälligst mitzunehmen.

Dabei würde ich ja schon gerne wissen, was mit mir los ist. Ich war beim Arzt – der meinte mir fehlt nichts. Ich schlucke wie behämmert irgendwelche Vitamintabletten von A-Z mit extra Mineralkomplex für Vitalität, Haut, Haare, Nägel…alles schön und wunderbar. Dazu noch literweise Kaffee und Cola, kollabiere fast mit den enormen Möglichkeiten an wachhaltenden Mitteln, stürze mich in Obst, knalle mir noch mehr heißen Kaffee und kaltes Wasser aufs und ins Gesicht. Die Wirkung ist weitaus weniger verheerend als ein Fliegenschiss – nämlich gleich Null. Also was ist jetzt noch zu tun?

Das es langsam ernst wird, der Spaß an der Sache zusehends vergeht und mir die Tages-Müdigkeit bald zum Verhängnis werden könnte, beweist die Tatsache, dass ich mit dem Kopf beim Verfassen dieses Textes zweimal vor Müdigkeit auf die Tastatur geknallt bin und ich benommen die Titelmelodien alter Zeichentrickserien vor mich hin geblubbert habe.

Und Abends, wenn es dann endlich Zeit wäre ins Bett zu gehen finde ich keinen Schlaf…Müdigkeit wie weg geblasen. Jede Zelle hellwach - Synapsenfasching im Kopf und im Geist.

Ein elendiger Teufelskreis….aber schön zu wissen, das man nicht alleine im Höllenkarussell sitzt!

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