Samstag, 8. Januar 2011

Party-Knigge ?!?!

Selbst beim Feiern gibt es Situationen, in denen man sich über die schlechten Manieren anderer ärgert. Kleines Beispiel: Ihr seid im Club Eurer Wahl, habt Euch einen kleinen aber feinen Platz im Getümmel ertanzt und dreht fröhlich eure Kreisel, Augen halb zu, Arme oben, Zufriedenheitssmile im Gesicht, Freunde um Euch rum, alles wunderbar. Und dann kreuzt dieser mitmenschliche Störfaktor auf. Klingt erst einmal absurd, denn ein Club ohne Menschen drin ist witzlos. Ich meine auch gar nicht die anderen durchschnittlich 328 Partygäste, sondern den einen 329., der auch da ist. Es gibt ihn überall, egal, ob in der Dorfdisco oder im Edelclub mit der harten Tür, in 2 Varianten:

. Der Proll auf Anschlusssuche, der an Eurer Seite rumkaspert und Euch mit halboffenem Mund anglotzt (insofern Ihr weiblich seid)

. Die unsympatisch aussehenden Tussnelda, die sich neben Euch quetsch und ihre monsröse Handtasche und ihren Hintern in Eure Magengegend drückt.

Ich bin wirklich nicht klaustrophobisch, ich hab nichts gegen Gruppenkuscheln oder Abzappeln mit Ganzkörpereinsatz. Aber auf 20 cm mit fremden Grobmotorikern werde ich auf Dauer echt allergisch. Wenn dezentes Beiseiteschieben oder ein semi-freundliches „Nee, lass mal“ nicht helfen, gerate ich regelmäßig in ein Dilemma: Arschig sein oder locker bleiben? Meine Kinderstube vergessen oder mich eines Besseren besinnen?

Vielleicht sollte mal jemand einen Disco-Knigge schreiben, um diese ganzen Mißverständnisse aus der Welt zu schaffen. Am besten jemand, der auf ein paar Paryjahrzehnte zurückblicken kann, diverse eigene Parties veranstaltet hat und ein Minimum an sozialer Intelligenz besitzt.

Irgendwelche Freiwillige?

1 Kommentar:

  1. Also Dein Schreibstil und Deine Erfahrungen lassen doch den Schluß zu, Du selbst solltest die Autorin eines solchen Buches sein. Good Luck!
    Marko

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