Dienstag, 7. Dezember 2010

Man muss ja nicht, nur weil man kann...

Am Anfang war es schwer, das ganze hier….Abenteuer Gibraltar.

Die Orte und die Wege dahin zu finden und Menschen, mit denen man reden kann, ohne dass es irgendwie komisch ist. Und die, mit denen man nicht unbedingt reden muss.
Es gibt diese Begegnungen, zum Beispiel, wenn man sich irgendwoher flüchtig kennt, aber eigentlich überhaupt nicht, vielleicht über andere, die in diesem Moment nicht da sind, und dann steht man da und schaut sich an und dann wieder auf seine Füße und man weiß gar nicht, was sagen und wie. Aber warum eigentlich? Als gäbe es einen über ein “Hallo” hinausgehenden Kommunikationszwang, sobald man sich sieht und erkennt. Man kann doch auch einfach kurz lächeln und dann aneinander vorbeilaufen. Du hast zu tun, ich auch, wir haben uns eh nichts zu sagen, aber das ist doch nichts Schlimmes und heißt schon gar nicht, dass ich dich nicht leiden kann. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, gibt es vielleicht etwas, über das wir reden können und möchten. Da müssen wir uns doch nicht gegenseitig mit unangenehmer Stille nervös machen.
Aber vielleicht ist das Unangenehme daran auch, dass man sich noch nicht so vertraut ist, dass man zusammen schweigen kann.
Am wunderbarsten ist es jedoch, Leute zu treffen, mit denen sich auch das Schweigen von Anfang an gut anfühlt. Man muss ja nicht immer reden, und wenn man im Moment nichts zu erzählen hat, dann sollte man auch nicht. Und ich liebe diese Momente, in denen man zusammen irgendwo auf einer Bank oder auf dem Gras oder im Sand sitzt und einfach still ist, zusammen.

Es ist schön, solche Menschen sowohl in der alten, als auch in der neuen Heimat gefunden zu haben. Vielen Dank das es euch gibt!

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