Samstag, 13. November 2010

Sammeln sie Karma-Punkte?


Eines der Dinge, die ich schon immer gut konnte, war Schlafen. Ich gehöre zu den sogenannten B-Menschen: in einer perfekten Welt würde ich bis 2 oder 3 Uhr wachen und dann ziemlich genau 8 Stunden friedlich schlummern. Dem normalen Leben mit seinen Verpflichtungen ist es geschuldet, dass meine Schlafrealität ein wenig anders aussieht. Aber ich quäle mich nur wenig – solange ich ein Minimum von 7 Schlafstunden pro Nacht verbuchen kann, ist alles rosig und gut. Alles unter 7 Stunden zusammenhängenden Schlafes hingegen macht mich morgens zu einer ausgesprochen ungenießbaren Zeitgenossin.

Im Durchschlafen, übrigens, war ich immer derart gut, dass es fast schon schade ist, dass es nie zu einer sportlichen Disziplin gemacht wurde. Man stelle sich all die schönen Pokale vor, die ich hätte gewinnen können, Olympisches Gold für Durchschlafen, und imaginiere die kleinen Alltagssorgen, die sich daraus ergeben hätten: Wohin mit den ganzen Auszeichnungen? Regale ins Kämmerchen fürs Understatement, oder doch gleich völlig ehrlich mit einer Wohnwand protzen? Und wenn Wohnwand, wer staubt sie dann regelmäßig ab? Aber, ach, kommen wir doch ohne weitere Umschweife zum Punkt:

Ich habe mein Schlaf-Karma verloren.
Ich schlafe nicht mehr durch.

Es ist fast, als hätte mir der Körper den Melatoninhahn zugedreht – Ich, die ungekrönte Königin des nie enden wollenden Tiefschlafes, erwache seit ein paar Wochen täglich zwischen 5:25 Uhr und 5:35 Uhr, ohne dass etwas in unseren Räumlichkeiten auch nur einen Mucks macht.
Ich erwache entweder von den Tätigkeiten des Nachbarn unter uns...oder weil der Parkplatz hinterm Haus vom Abfall befreit wird.
Weiterhin erwache ich zu anderen UhrUnzeiten, weil die grobmotorischen gibraltesischen Jugendlichen angetrunken lärmen oder weil sich der Mann neben mir umdreht....oder ein Roller auf der Strasse quietscht.

Ich habe mein Schlaf-Karma verloren!!!

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