Dienstag, 15. November 2011

Herbstlaub

Es sind die kleinen Dinge. Die winzigen kleinen ausschlaggebende Dinge. Die sich nach und nach zu einem kleinen Haufen auftürmen, wie kunterbuntes Herbstlaub, nur dass es kein gold, orange, rotes Herbstlaub ist. Es ist das komplette Spektrum an Pastellfarben. Und diese glitzern in der Sonne, egal wie pathetisch und schrecklich kitschig das klingen mag. Es ist eher so ein glitzern wie wenn man sich die Augen reibt und für einige Sekunden kleine Lichter vor der Linse auf und ab tanzen.

Und dieser Moment, der aus 19 wundervollen aneinander gereihten Tagen hier in der Heimat oder auch nur aus Buchteilen einer Sekunde zum Beispiel aus dem Lächeln einer geliebten Person bestehen kann, bleibt einem in Erinnerung. Und wenn er dann vorbei ist dieser Moment, egal wie lange er auch war, dann verschwindet er nicht, er löst sich nicht auf, man kann ihn noch immer sehen und sich daran erinnern. Auch daran, dass Dinge, die man anfassen kann, nie an die Großartigkeit der Dinge heran reichen können, die etwas in uns ausgelöst haben.

Und dann weißt du, dass du keinen bestimmten Knopf im Hirn drücken kannst, nur gelegentlich ein Gläschen Wein benötigst, denn Fantasie und Gedanken kommt von alleine, sie entsteht plötzlich aus dem Nichts, aus einem farblosen Raum, ziehen sie einen Faden aus Belanglosigkeit hinter sich her, der sich plötzlich zu verknoten beginnt und auf einmal ist das alles gar nicht mehr so bedeutungslos. Ein feines Netz aus Erinnerungen, Gerüchen, Bildern, Farben, Emotionen bilden die Füllmenge hinter der Fassade welche Dich ausmacht.

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