Donnerstag, 22. Oktober 2009

London calling...

Den Flug hatten wir gut überstanden. Knappe 3 Stunden in der Luft und wir waren in London. Oder? Naja, halt nur fast. Die Airline unseres Vertrauens war Easyjet und bei Easyjet landet man auch nicht in London, nur in der Nähe....aber das wussten wir ja, also sind wir mit Express-Zug-Tickets zum Express-Zug am Express-Zug-Bahnhof gelaufen, haben uns in den Express-Zug gesetzt und sind Express-Mäßig übers Land gedüst um so 35 min später in Liverpool-Street zu landen.. äh, pardon.. zu halten. Von dort aus dann ab ins Taxi und ab zu Hotel.

Nun waren wir ja 4 Tage in London, wo der Hauptgrund darin bestand, in der deutschen Botschaft Dominiks Pass verlängern zu lassen. Ich war ja zuerst etwas skeptisch ob es mir auch gefallen würde. Ich kann euch soviel sagen....man muss London mal gesehen und erlebt haben. Es ist eigentlich eine lebendige, schöne Stadt, in der sich Altes mit modernes verbindet und ineinander übergeht. Wer sich in dieser Stadt fortbewegen möchte, sollte es mit der Tube (Underground) machen. Sie ist das schnellste und sicher auch das billigste Fortbewegungsmittel....sofern man in London von billig sprechen kann !

Nun zu London...wie ich es gesehen habe und ob meine Skepsis sich bestätigt hat.

In erster Linie muß ich sagen...London ist bunt, eine Vielvölker-Metropole und eine Weltstadt. London ist international und multikulturell....auf den ersten Blick hat man den Eindruck, dass alles blendend funktioniert. „Leben und leben lassen!“, lautet das Motto.
Man spricht französisch, irisch, polnisch, jiddisch, japanisch und man versteht sich. Das China-Restaurant duftet neben dem schrulligen Italiener, der Koreaner verkauft den Evening-Standard neben dem schwarzen Soul-Singer. Geh durch die Straßen im Stadtzentrum und du siehst blonde, braune, schwarze Haare, weiße, schokoladenbraune, und kaffefarbene Haut, schwarze Anzüge mit rosa Krawatten, lilane, grüne und blaue Kopftücher, blaue Miniröcke mit grauen Leggins, rote Busse und Briefkästen, quietschbunte Musicalwerbung, neongelbe Warnwesten von Radfahrern, Müllmännern und Polizisten, Parks voller Rosen und Kastanienbäume.
London ist aber auch dreckig grau....geh an der Themse entlang nach Osten und du siehst braungelbes Wasser, grauen Himmel, graubaunen, rauen Fußbodenbelag, verschlammte Kinderfahrräder und Einkaufswägen versunken im Themsestrand, Bauarbeiter in dreckigen blauen Overalen hinter blaugrauen Bauzäunen voller „Danger – Keep out“ – Warnzeichen, am andern Ufer graue Hochhausglasfassaden.
London ist zudem auch Freiheit...Museen, Großestadtgefühle, laufen und die Stadt nimmt kein Ende, Unis, Bibliotheken, die Themse, Theater und Camden Town, enge Gassen, alte Häuser, blauer Himmel.

London kann man nicht in fünf Tagen entschlüsseln. Auch nicht in einer Woche und nicht in einem Monat. Einen Versuch war es aber wert…und ich freue mich auf jeden weiteren Versuch !

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