Dieses Jahr hat mich mein Ehrentag ins grübeln gebracht und mich frustriert und melancholisch durch die Gegend schauen lassen, während Dominik mir probierte zu erklären, warum es so ist wie es ist und auch alles gut so ist wie es ist.
Vergeblich Liebesmüh an diesem Tag, da ich zum ersten mal und das auch noch ganz laut die Innere Uhr ticken hörte. TICK, wieder ein Jahr um, TACK, was hab ich denn erreicht, TICK, wo soll das denn hinführen, TACK, die 30 rückt näher, TICK, wenn ich noch etwas verändern möchte, dann muss ich bald los, TACK, so ein Mist, TICK usw...
...aber scheinbar hätte ich mir die Gedanken nicht machen brauchen. Heute fragte mich der Verkäufer in der Tankstelle, wie alt ich denn bin, als ich ahnungslos ein Päckchen Zigaretten wollte und eben im Carrefour musste ich sogar, als ich einen sixpack Bier kaufen wollte meinen Ausweis zücken.
Es ist einfach momentan ein schwieriges Alter...
So ab Mitte 20 scheinen Welten auseinander zu driften. Zumindest hab ich momentan stark das Gefühl. In der einen Ecke werden Häuser gebaut, Kinder gezeugt und Bäume gepflanzt. In der anderen trifft man sich höchstens mal noch zu nem Spieleabend bei einem (einem! ...du weißt, ich vertrag nicht mehr so viel und wir wollen morgen früh zum brunchen...) Bierchen mit Limo. Und wir sitze laut gähnend dazwischen, auf der Suche nach der nächsten Party. "Heute kann man einfach nirgendwo mehr hingehen!" Ne, schon klar. Man spielt heutzutage halt nicht mehr überall Dr. Alban und Konsorten "zu denen man doch immer so toll schwoofen kann". Wir sind einfach momentan "Lost in the middle of nowhere"
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